Kröten

Aktion zum Schutz der Amphibienwanderung in die Rehhaggrube

Jeden Frühling von Februar bis Mitte April wandern vor allem bei feuchter Witterung und Temperaturen von über fünf Grad über tausend Erdkröten und einige Grasfrösche und Molche vom Stegenwald und Bottigenmoos zum Laichen in die Rehhaggrube. Beim Queren des Moosweges und der Riedmoosstrasse zwischen Niederwangen und Niederbottigen fand jährlich ein Massaker statt. Die Naturfreunde Bümpliz wollten dem nicht mehr zusehen. Ab 1993 stellten sie daher mit Freiwilligen einen Schutzzaun auf, vergrabten Kübel und trugen die eingesammelten Amphibien zu ihrem Laichgewässer. Die Aktion hatte Erfolg und die Zahl der wandernden Amphibien wuchs von 1500 auf über 5000 an. Heute sind es wieder nur noch etwa gleich viele wie 1993 (siehe Statistik). Warum ist nicht klar. Unter anderem wohl auch, weil mit der Eröffnung des Westside der Verkehr auch nachts stark zugenommen hat und viele Amphibien bei der Rückwanderung totgefahren werden. Eine rasche Realisierung der von der Stadt seit Jahren versprochenen Amphibiendurchlässe ist daher unbedingt nötig. Leider wurde sie gerade wieder einmal mehr trotz Neuplanung Rehhaggrube auf die lange Bank verschoben, sodass es die Aktion zum Schutz der Amphibien weiterhin braucht. Da sich die Sektion der Bümplizer Naturfreude 2017 auflöste, hat neu unser Verein die Organisation der Aktion übernommen. Weiterhin kontrollieren Freiwillige im Frühling täglich die Kübel und tragen die Amphibien über die Strasse zum Laichgebiet.

Positiv erwähnt sei immerhin, dass  die Stadt Bern uns seit 2015 unterstützt und für uns den Zaun aufstellt, ihn am Ende der Amphibienwanderung wieder abräumt und Verkehrsberuhigungsmassnahmen trifft.

 

Interessante Links:
Amphibienrettung bei der Rehhaggrube wird sicherer: Beitrag auf TeleBärn (30.03.18)
Froschnetz
Amphibieninfo